Wartung Bremsen

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    • Wartung Bremsen

      Moin!

      Ich habe die Bremsen an Dörtes R zuletzt 2009 erneuert, also Bremszylinder und -backen. Jetzt habe ich sie mal wieder geöffnet, um zu prüfen, ob die Zylinder noch dicht sind. Ich schätze mal bei der Hälfte kam ne Suppe raus, wenn ich das Dichtgummi gelupft habe. Meinst nur eine Seite pro Zylinder, aber auch mal beide bzw. keine. Aber alles innerhalb der Abdichtung geblieben.
      Frage: Reinigen und mit ATE Paste wieder verbauen, sofern die Zylinder keinen Rost angesetzt haben oder gleich pauschal neue Radbremszylinder verwenden? Die Dinger kosten zwar nichts, aber zerlegen, prüfen und mit ATE Paste wieder zusammenbauen muss ich die ja auch. Und besser werden die heutigen sicherlich auch nicht sein.

      Und dann ist mir aufgefallen, dass wirklich an allen Rädern die Beläge nicht auf der ganzen Fläche genutzt werden, wenn die vom Radius gar nicht zur Trommel passen:
      30 - Bremsbacke vorne.jpg

      Und das wie gesagt sowohl vorne als auch hinten. Hinten habe ich irgendwann mal neue Ankerplatten eingebaut, vermutlich auch 2009, aber vorne sind es noch die Originalen, daher halte ich das für unwahrscheinlich. Die Backen sind noch die guten, wo man die Versteller wechseln kann. Das hatte ich auch alles gangbar gemacht.

      Gekippt sind sie, soweit ich das erkennen kann, nicht.

      Habt ihr ne Idee, woher das kommt oder was ich machen kann, damit die besser anliegen?
      "Lohnt sich das?" fragt der Kopf.

      "Nein!" sagt das Herz, "aber es tut Dir gut!"
    • Ich schätze mal bei der Hälfte kam ne Suppe raus, wenn ich das Dichtgummi gelupft habe. Meinst nur eine Seite pro Zylinder, aber auch mal beide bzw. keine. Aber alles innerhalb der Abdichtung geblieben.
      verstehe ich nicht.

      wenn's unter der Staubschutzmanschette nass ist kann das nicht innerhalb der Abdichtung geblieben sein.
    • Udo500 schrieb:

      Ich schätze mal bei der Hälfte kam ne Suppe raus, wenn ich das Dichtgummi gelupft habe. Meinst nur eine Seite pro Zylinder, aber auch mal beide bzw. keine. Aber alles innerhalb der Abdichtung geblieben.
      verstehe ich nicht.

      wenn's unter der Staubschutzmanschette nass ist kann das nicht innerhalb der Abdichtung geblieben sein.
      Sorry, missverständlich ausgedrückt: ich meinte, es ist immer innerhalb der Staubschutzmanschette geblieben, somit sind die Bremsbacken nicht mit Bremsflüssigkeit versaut.
      "Lohnt sich das?" fragt der Kopf.

      "Nein!" sagt das Herz, "aber es tut Dir gut!"
    • Ricklef schrieb:

      Udo500 schrieb:

      Ich schätze mal bei der Hälfte kam ne Suppe raus, wenn ich das Dichtgummi gelupft habe. Meinst nur eine Seite pro Zylinder, aber auch mal beide bzw. keine. Aber alles innerhalb der Abdichtung geblieben.
      verstehe ich nicht.

      wenn's unter der Staubschutzmanschette nass ist kann das nicht innerhalb der Abdichtung geblieben sein.
      Sorry, missverständlich ausgedrückt: ich meinte, es ist immer innerhalb der Staubschutzmanschette geblieben, somit sind die Bremsbacken nicht mit Bremsflüssigkeit versaut.
      und jetzt so lange weiter fahren bis die Beläge versaut sind?

      Ist es Bremsflüssigkeit oder überschüssige ATE Paste von 2009 ?

      die Radzylinder sind 15 Jahre alt?
    • Udo500 schrieb:

      und jetzt so lange weiter fahren bis die Beläge versaut sind?
      NEIN! Meine Frage war, ob ich die vorhandenen Radbremszylinder aufarbeite oder erneuern soll, NICHT so drin lassen.

      Udo500 schrieb:

      Ist es Bremsflüssigkeit oder überschüssige ATE Paste von 2009 ?
      Nein, die Flüssigkeit wurde sehr wohl gewechselt.

      Udo500 schrieb:

      die Radzylinder sind 15 Jahre alt?
      Ja
      "Lohnt sich das?" fragt der Kopf.

      "Nein!" sagt das Herz, "aber es tut Dir gut!"
    • die Flüssigkeit wurde sehr wohl gewechselt.
      wo ist da der Unterschied was du unter der Staubmanschette vorgefunden hast?

      ob nun alt oder neue Bremsflüssigkeit
      oder eben doch die ATE Paste von 2009?

      alte ATE Paste wäre ja OK aber Bremsflüssigkeit egal ob alt oder neu finde ich persönlich nicht so toll.
    • Ok, ok, ich habe tatsächlich drüber nachgedacht, die Radbremszylinder nur zu säubern. Ich war geblendet davon, wie "neu" sie noch aussehen :stupid:
      Hatte nicht darüber nachgedacht, dass sie schon 15 Jahre alt sind*), gefühlt habe ich sie erst vor kurzem ausgetauscht. Ich kaufe jetzt einfach 4 neue für 7,40 Euro/Stück und dann werde ich in meinem Leben die Teile vermutlich nicht mehr tauschen müssen. Zumindest nicht, falls die heutigen Radbremszylinder auch wieder 15 Jahre halten ... ich denke mal wohl eher nicht. Bei der Gelegenheit sollte ich wohl auch gleich die Bremsschläuche tauschen.

      *) Ich habe gerade nachgeschaut: die Bremsen hatte ich 2011 überholt: neue Schläuche, Bremszylinder, Backen und hinten neue Ankerplatte und HBZ. Ist also alles 15 Jahre alt. Die Bremsflüssigkeit natürlich nicht!!!


      Kommen wir zu meiner 2. Frage: Kann ich gegen die ungleiche Nutzung des Belags etwas machen?

      gruss ricklef
      "Lohnt sich das?" fragt der Kopf.

      "Nein!" sagt das Herz, "aber es tut Dir gut!"
    • Radius von den Bremsbacken im Verhältnis zum Durchmesser Bremstrommeln
      100% ist eigentlich nie

      was noch ein wenig dazu kommt, wenn du da mal so richtig reinstefelst wird auch der Radius vom Bremsbelag größer in dem Augenblick, federt natürlich auch wieder zurück
      (die Backe selbst ist damit gemeint)
      Im Gegenzug
      beim längeren bremsen wird die Bremstrommeln größer durch die Wärme

      Reibfläche klein aber mehr Druck und umgekehrt
    • Ich finde der Belag ist doch erstaunlich gleichmäßig abgenutzt.
      Da sich die Beläge beim Bremsen aufschieben sind die Enden nie gleich abgenutzt. Auch vorne und hinten (pro Achse) ist das unterschiedlich.

      Seitlich ungleich? Letztendlich schiebt sich der Belag so hin, dass sich der Druck gleichmäßig auf drei (flächige) Punkte verteilt. An diesen Stellen nutzt der Belag ab und diese Punkte werden größer/wachsen zusammen. An an anderen Stellen eben nicht. Der "Radius" bzw. Kreis ist nie 100% genau. Allein, wenn Du bremst und auch nur die Beläge etwas nachgeben, verändert sich ja der Kreisbogen. Irgendwann hat sich da dann in etwa angeglichen. Das sollte natürlich halbswegs passen, da es sonst recht lange dauert bis alles stimmt und irgendwann auch der Belag an einigen Stellen zu schnell zu dünn würde. (Sagen wir mal: >2mm Radiusfehler wären echt doof)

      Schief drin? Klar, beim leichten Anbremsen legen sich schief sitzende Beläge an einer Seite zuerst an. Mangels Reibung ist die Abnutzung an diesen Kante aber eher philosophisch zu betrachten. Perfekt gerade können die gar nicht in den Trommel sitzen.

      Wenn somit nur eine kleine Fläche anliegt, dann nutzt diese halt stärker ab. Die Bremswirkung ändert sich jedoch nicht, da das Produkt Druck/Fläche * Fläche*Reibbeiwert gleich bleibt. Klar: Zu wenig Fläche führt zu sehr hohem Verschleiß. Bei Dir ist das nun aber nicht zu sehen. 15 Jahre.... Bremst Dorte überhaupt?
      Die Beläge oben hätte ich jetzt wie früher abgebrannt und den Ruß runter geschmirgelt. Die sind "gut eingefahren" aber doch noch lange nicht runter. Bekanntlich müssen ja Fiat-Reproteile nicht zwingend besser sein als der alte Kram.
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