Vergaser Undicht

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    • Vergaser Undicht

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      Hallo zusammen,

      ich habe einen Fiat 126p mit 650 ccm und Weber 28 IMB. Laut Tacho ca. 70.000 km. Der Wagen stand mehrere Jahre (erst draußen, dann in der Garage), wurde aber vorher fahrend abgestellt.

      Bisher erneuert bzw. gemacht:

      • Tank + Tankgeber
      • Einfüllschlauch
      • Kraftstoffleitungen
      • Benzinfilter
      • Kraftstoffpumpe
      • Vergaser ultraschallgereinigt (inkl. Düsen)
      • neue Dichtungen im Vergaserbereich
      • neuer Schwimmer
      • Ölwechsel + Schleuderfilter gereinigt
      • neue Zündkerzen
      • neuer Keilriemen



      Problem:
      Nach einigen Probefahrten bekommt er irgendwann zu wenig Sprit, zieht viel Luft aus Richtung Tank und geht während der Fahrt aus bzw. läuft im Stand nur mit Choke.
      Zum Test habe ich einen Benzinkanister direkt an die Pumpe angeschlossen. Dabei habe ich im Stand gemerkt, dass der Vergaser undicht wird: Unter dem Schwimmergehäuse hängen Tropfen und am Sockel sammelt sich Benzin.

      Ich habe den Vergaser wieder ausgebaut, Schwimmer/ -abstand geprüft, Nadelventil getestet und eine neue Deckeldichtung verbaut. Trotzdem wird die Dichtung beim Testen mit der Zeit nass und fängt an zu lecken.

      Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?
      Steht die Deckeldichtung normalerweise überhaupt im Benzin, wenn der Schwimmerstand korrekt ist?

      Ich bin neu im Forum und im Kfz-Bereich (2. Lehrjahr), daher danke schon mal für jede Hilfe.
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      Habe mir zu der Benzinpumpe 0,7mm Dichtungen dazu bestellt, da ja diese laut Rep. Handbuch idealerweise verwendet werden. Hatte aber beim Tausch nicht gedacht das es eine Rolle spielt und die alten 0,3mm drin gelassen.

      Schnell getauscht und siehe da: rennt wie sau! Vielen Dank für die schnelle Antwort und den Geistesblitz!
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      Ferdey schrieb:

      Habe mir zu der Benzinpumpe 0,7mm Dichtungen dazu bestellt, da ja diese laut Rep. Handbuch idealerweise verwendet werden. Hatte aber beim Tausch nicht gedacht das es eine Rolle spielt und die alten 0,3mm drin gelassen.

      Schnell getauscht und siehe da: rennt wie sau! Vielen Dank für die schnelle Antwort und den Geistesblitz!
      Habe ich das jetzt richtig verstanden: du hattest zunächst die alte 0,3 mm Dichtung drin gelassen und da lief der Vergaser über und jetzt hast du stattdessen die 0,7 mm Dichtung verwendet und er läuft nicht mehr über?

      @Udo500, mit den Dichtungen wird doch die Länge des Pumpenstößel eingestellt und wäre eine zu große Länge nicht die Ursache für zu hohen Druck? Wenn nein, kann es sein, dass die Länge jetzt zu kurz ist und daher der Druck weniger?

      gruss ricklef
      "Lohnt sich das?" fragt der Kopf.

      "Nein!" sagt das Herz, "aber es tut Dir gut!"
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      Udo500 schrieb:

      Stange raus Pumpe saugt
      Stange rein Pumpe fördert
      Und das heißt?
      Egal, wie ich die Länge der Stange einstell, der Druck ist immer der gleiche? Warum soll ich das mit den unterschiedlichen Dichtungen dann auf 1,5 mm (bei Stange ganz drin) einstellen?
      "Lohnt sich das?" fragt der Kopf.

      "Nein!" sagt das Herz, "aber es tut Dir gut!"
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      Die am Pumpenflansch anliegende Dichtung hat eine Stärke von 0,3 mm, die am Kurbelgehäuse anliegende Dichtung kann in den Stärken 0,3. 0,7 und 1,2 mm vorhanden sein, je nach Einstel-
      lung-
      Der Hub des Stössels im Kurbelwellengehäuse. von der Nockenwelle auf der anderen Motorseite betätigt, beträgt 2,4 mm (Bild 33). Beim Hubbe-ginn muss der Stösselabstand in bezug auf die äussere, an die Pumpe anliegende Dichtung. 1,0 bis 1,5 mm betragen. Ergeben sich andere Werte, ist die innere, am Motor anliegende Dichtung auszutauschen. Bei kleinerem Mass als 1 mm wird dann eine Dichtung mit der Stärke 0,3 mm verwendet, bei grösserem Mass als 1,5 mm
      muss eine Dichtung der Stärke 1,2 mm eingebaut werden. Im Normalfall ist eine Dichtung mit 0,7 mm Stärke montiert.

      So das Handbuch.
      Sprich die Pumpe macht zwar den gleichen Druck aber die Fördermenge ist geringer, was in dem Fall zum gleichen Ergebnis führt oder?
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      Udo500 schrieb:

      Nadelventil undicht

      oder

      Kraftstoff-Druck zu hoch

      oder

      Schwimmer falsch eingestellt, nicht nur wann es geschlossen wird, wenn die maximale Tiefe zu weit ist kann die Blechlasche gegen das Gehäuse kommen und dadurch das Schließen verhindern.
      es gab auch schon mal Pumpen mit zu hohen Druck.
      Ist das Schwimmernadelventil richtig montiert?
      Es gibt welche mit Drahtbügel als Begrenzung oder so ähnlich. Den kannst du auf die falsche Seite montieren.
      Dann drückt es den Schwimmer runter.
      Hast du die 7mm mit hängenden Schwimmer als Abstand eingestellt?
      Wegen Pumpe.
      Du kannst auch mal Versuchsweise nur einen Kanister aufs Dach stellen und ohne Pumpe den Motor laufen lassen.
      Wenns dann undicht ist,
      Hast du die Pumpe ausgeschlossen.
      Zur besseren Lesbarkeit verwende ich im Text die männliche Form. Gemeint sind jedoch immer alle Geschlechter.
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      Nochmal zusammengefasst:

      Angefangen hat es damit das der übergelaufen ist, weil ich einen Kanister an die Pumpe angeschlossen hab um schlechte Gasannahme durch Luftblasen auszuschließen. Da lief er das erste Mal über.

      Ich hatte dann den Vergaser im ausgebauten Zustand so geprüft wie Ralf es vorgeschlagen hatte. Da ist er übergelaufen, dann nochmal auseinander gebaut, Schwimmereinstellung kontrolliert und Nadelventil nochmal nur mit dem Deckel in einem Glas geprüft. Da funktionierte der Schwimmerstand wieder… Nachdem Einbau ist er wieder übergelaufen und nach dem Tausch der Dichtungen hat es funktioniert + Probefahrt.

      Ich werde die Tage die Pumpe nach Handbuch richtig einstellen und die Dichtungen entsprechend tauschen und dann dann die Methode von Ralf nochmal ausprobieren im eingebauten Zustand.

      Ist es denn möglich, dass das Nadelventil an der Verschleißgrenze ist? Dann muss ich mir halt nochmal eins bestellen. Gibt es eine einfache Möglichkeit den Pumpendruck zu prüfen? Und habt ihr Tipps um die Leitungen richtig dicht zu bekommen? Ab und zu kommen noch ein paar Luftblasen durch.
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      Wenn der Strahl 10m hoch ist, dann ist es definitiv zu viel.
      Theoretisch eine Benzinsäule von ca 2,5m
      Du könntest also auch ne lange Leitung (Aquariumschlach) bis zum Dach hoch ziehen und schauen wie hoch die Pumpe schafft.
      Oder ein T-Stück rein machen und einen Manometer dran bauen.
      Wenn der Vergaser auch sifft, wenn du aus dem Benzinkanister Sprit direkt in den Vergaser rein laufen lässt, dann kann es nicht die Pumpe sein.
      Luftblasen sieht man oft in der Leitung.
      Jedoch haben die keinen Einfluss auf den Schwimmerstand /Pegel.
      Vibrationen lassen manchmal das Nadelventil undicht werden.
      Solex hat da extra eine mit Feder für unsere Rüttelplattenmotoren verbaut.
      Du kannst auch mal absichtlich den Schwimmerstand (Abstand) auf 10mm statt 7mm stellen.
      Dann wird der Schwimmer stärker dagegen gedrückt.
      Es gibt auch Taucher. Schüttel den mal.
      Nimm den Schwimmer mal unter heisses Wasser.
      Wenn der blubbert, dann <X
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      Ist es denn möglich, dass das Nadelventil an der Verschleißgrenze ist?
      du hast es doch in der Hand gehabt, müsstest du doch am besten beurteilen können wie weit die Nadel eingearbeitet ist.

      von hier aus :bowl:

      kann aber auch ein Krümel Dreck gewesen sein der jetzt woanders ist..... :bowl:

      Luftblasen in der Leitung sind bis zu einem gewissen Grad normal und haben keinen Einfluss.


      @Klaus wie willst du da den Druck beurteilen?
      letztlich ist die Sprithöhe auch von der Drehzahl abhängig, also Ladezustand Batterie, Zustand Anlasser, Kompressionshöhe,.... und ob alle innendurchmesser von den Anschlussnippeln immer gleich sind......
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      Udo500 schrieb:

      ....letztlich ist die Sprithöhe auch von der Drehzahl abhängig,...

      Ist dem so? Ich dachte der Stößel saugt und die Feder in der Pumpe drückt. Somit ist der Druck doch eher von der Feder in der Pumpe abhängig. Ok, wenn der Motor sehr langsam dreht, dann geht der Stößel vielleicht nicht schnell genug weg.

      Ob und wie gut die Pumpe fördert lässt sich aber auch bei abgebauter Pumpe mit den Fingern testen.

      Aber nur so am Rande:
      1. JA, die Ventile sind sogar sehr häufig am Ende und dann eben undicht
      2. Für den Fiat 126 gab es deutlich leistungsfähigere Pumpen. Wenn Dein Rücklauf funktioniert, dann ist das normalerweise kein Problem. Ist der dicht, dann schon. (Rücklauf mal in einen Kanister hängen?)
      3. Mit den Dichtungen stellst Du nur die maximal mögliche Fördermenge ein: Ist die Dichtung zu dick / der Stößel zu kurz, dann saugt die Pumpe nur sehr wenig an. Ist die Dichtung zu dünn / der Stößel zu zu lang, dann geht die Membran auf Block und die Pumpe saugt nichts mehr an, bzw. die Feder kann nichts mehr rausdrücken.

      Mach das doch einfach mal so wie Ralf das nun schon 2x vorgeschlagen hat: Kanister aufs Dach und eben OHNE Pumpe testen!!! Dann siehst Du sofort, ob der Vergaser überläuft oder eben nicht.
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      Wieder jeden 3. Montag im Monat ca. 19:30Uhr
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      ...ach ja:

      Da Du ja nun alle möglichen Dichtungen neu gemacht hast und tatsächlich Benzin an der Schwimmerkammer hängt, passt denn die Dichtung unter dem Stopfen/Düse?
      Die Düsen und der Düsenhalter = Stopfen scheinen einer gewisse "Serienstreuung" zu unterliegen. (oder ist es baujahrabhängig?) Schon oft hatten hier die Leute Probleme, dass diese Dichtung zu dick war und deshalb die Düse nicht an lag. Vielleicht ist es ja bei Dir umgekehrt: Dichtring zu dünn/ Düsenhalter zu lang, sodass da Sprit raus läuft. Probiere somit auch mal, ob Du den Dichtring drehen kannst, wenn der Stopfen angezogen ist.

      "Läuft nur mit Choke" ist ja eher kein Zeichen für "Vergaser läuft (oben) über". Dazu ist das Problem bei zu hohem Schwimmer eher, dass der Sprit über die Oberkante der Belüftung in den Ansaugtrakt gesaugt wird und die Kiste dann eben ab einer Drehzahl X abstirbt. Dass der Vergaser bis zum Deckel vollläuft ist da schon eher ungewöhnlich. Auch schwappt das Benzin derart im Vergaser, dass die Deckeldichtung immer benetzt wird. Da sollte der Vergaser somit immer "nässen", wenn die Dichtung scheiße ist.

      Zu guter Letzt ist die Deckeldichtungen nicht symmetrisch. Ich kann jetzt nicht sagen, ob Du die auch beim O-Weber falsch herum drauf legen kannst. Bei den Vergasern, die ich habe ist das aber tödlich, da so ein paar Kanäle abgedeckt werden.
      Da der nur mit Choke läuft und sich unten Benzin sammelt: Ist der Vergaserfuß plan und dicht?
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