Altern Bremsbeläge?

    • Altern Bremsbeläge?

      Habe einen Fiat 5oo F gekauft, Bj. 1969. Der Wagen hat die letzten 40 Jahre gestanden und ist auch davor offenbar nur wenig gefahren worden. Ich gehe davon aus, dass noch die Original-Bremsbacken drauf sind. Ihr Zustand ist rein optisch ganz gut: Kaum Verschleiß und nicht riefig.

      P1080385.JPG P1080386.JPG

      Frage: Altern Bremsbeläge eigentlich? Werden sie hart? Verschlechtert sich durch Altern der Reibwert und lässt dadurch die Bremswirkung nach? Würdert ihr die Bremsbacken gegen neue tauschen? Vielleicht hat jemand von euch hier Erfahrungen.
    • Die alten gut abgestandenen Bremszylinder werden gerne undicht wenn man sie
      dann wieder benutzt. Das geht ne Weile gut, und dann tritt man ins leere weil plötzlich der
      Bremsflüssigkeitsbehälter leer ist. Kann aber auch seib dass sie innen eh rostig sind. Die Bremsplörre zieht Wasser.
      Uncool beim Einkreissystem.
      Also Radbremszylinder und Hauptbremszylinder raus!
      Und die Gummibremsschläuche auch.
      Ob ich die alten Beläge behalten wollte?
      Aber bei den Repros funktioniert die Nachstellung oft nicht richtig.
      Gruss
      Juergen
    • Bodensee_Ralf schrieb:

      Reibverstellung würde ich mit klopfen/verschieben testen, ob die nicht fest gerostet ist.
      das sind noch die guten geschraubten,
      ein mal auseinander schrauben schauen, sauber machen und wieder einbauen

      wenn die Beläge mal irgendwann alle sind, bewahre die Versteller auf!
      der Rattenfahrer :auto:


      ich habe auch keine Lösung :doof:
      aber ich bewundere das Problem :daumen:
    • Hallo
      Die Bremsbeläge sind aus u.a organischem Material,und somit einem Alterungsprozess ausgesetzt.
      Nicht anders alls bei z.B Reifen,Sitzbezügen,Bremsschläuchen.Lacke.und sovielen anderen Materialien die es in unseren Kleinen gibt.
      Um das zumindest bei den alten Bremsbelägen überprüfen zu können,würde ich mal einen Bremsenprüfstand besuchen.
      Grüsse aus der Hallertau :winke:
    • ein Bremsenprüfstand kann nicht den Zustand der Beläge prüfen.

      nur ob es links und rechts gleichmäßig bremst.

      Bremsleistung, ja die wird angezeigt, aber in Abhängigkeit von der aufgebrachten Pedalkraft die aber nicht gemessen wird

      auf dem Bremsenprüfstand fallen nur Bremsbeläge auf die völlig hinüber sind.
      der Rattenfahrer :auto:


      ich habe auch keine Lösung :doof:
      aber ich bewundere das Problem :daumen:
    • Hallo
      Bin ich nur fast deiner Meinung.In erster Linie ist natürlich die Abweichung der Bremsleistung links -rechts vorne und hinten Thema (vorallem bei der HU)
      Die Belagstärke sehen wir am Prüfstand eher nicht oder nur wenn keine mehr vorhanden ist( Eisen auf Eisen "Reibwert).
      Was ich aber auf jeden Fall sehe ist die Bremsleistung im absoluten Wert.
      Den Zustand der Beläge in diesem Fall haben wir auf den Bildern ja gesehen.(scheint O.K zu sein).
      Mein F hat auf dem Prüfstand mit absoluter Serienbremsanlage und neuen Trommeln und Belägen den wert von 110 daN (VA).
      Mit dem selben Wagen hab ich mir die Mühe gemacht und auf einer Seite eine Scheibenanlage eingebaut.
      Werte 110 daN(Trommel) 160 daN(Scheibe) VA.(Blockiergrenze erreicht mit Reifengrösse 125sr12)
      Das sagt mir jetzt, wenn ich trotz kräftigem Tritt aufs Pedal,nicht irgendwo um 100 daN erreiche auf dem Prüfstand (VA)könnte es neben vielen anderen auch,und in diesem besonderem Fall,im besonderem an den alten Belägen liegen.Hart ist ja nicht in jeder Situation Positiv.
      Das ist natürlich nicht Wissenschaftlich genau,sondern nur gemessen an meines Nachbarn Bremsenprüfstand.
      Grüsse aus der Hallertau
      ( :bowl:
    • Bei meinem waren nach 15 Jahren Standzeit die Bremszylinder alle am Ende (Festgegammelt). Hauptbremszylinder auch schwergängig. Ich kann mir nicht vorstellen das nach 40 Jahren noch irgend was geht. Von innen gerostete Zylinder schmelzen die Dichtgummis wie Lakritz im Mund. Wenn die Beläge nicht so klasse sind verzögern sie immer noch. Bei der Hydraulik ist das doof. Dann geht gar nichts mehr. Wenn dann auch noch die liebe Frau mit dem Fuß auf dem Blech steht gibt es mindesten 2 Wochen keinen Pudding mehr X( . Bei den Preisen gibt es auch keinen Grund den alten Kram drin zu lassen. Also lieber incl. Schläuche alles tauschen :hammer: .
    • Vielen Dank für eure Beiträge, insbesondere dir, Udo, für die Details zum Thema Versteller. War mir nicht bekannt. Werde also die alten Bremsbacken zunächst mal belassen.

      Dass bei einem Fahrzeug nach 40 Jahren Standzeit die Bremszylinder (Haupt- und Rad-) sowie die Bremsleitungen und -schläuche ersetzt werden müssen, ist mir natürlich klar. War ja auch nicht die Frage. Trotzdem vielen Dank für die zahlreichen fürsorglichen Hinweise in dieser Richtung.
    • Klaus schrieb:

      heydikabel schrieb:

      Werde also die alten Bremsbacken zunächst mal belassen.
      Falls die Bremswirkung wg. Verhärtung der alten Beläge nicht ausreichen sollte, kannst du ja neue Backen kaufen und die alten Nachsteller auf die neuen Backen umbauen.
      Und immer schön drauf achten,ob sich die Verklebung der Beläge an den Trägern im einwandfreien Zustand befindet Und nie nich mit Pressluft ausblasen ,lieber mit Pinsel und Wasser säubern und anschließend mit Bremsenreiniger( Astbeststaub!)
      Achtung!Beiträge können Spuren von Ironie,Uran,purer Boshaftigkeit,Fachwissen und Erdnüssen enthalten!
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